Buchtipp: Der Wind in den Weiden
Rezension
Im Verlag Freies Geistesleben & Urachhaus ist ein englischer Kinderbuchklassiker erschienen: Der im Jahr1908 von Kenneth Grahame veröffentlichte Roman „Der Wind in den Weiden“ („The Wind in the Willows“).
Die Besonderheit von „Der Wind in den Weiden“ liegt nicht nur in der Erzählkraft des Buches, sondern auch in der mit wunderschönen Naturschilderungen untermalten Geschichte als solcher. In dieser lässt Grahame die vier tierischen Hauptakteure wahrlich unperfekt erscheinen: Jedes der Tiere hat seine persönlichen Schrullen und es gibt Streitereien, die jedoch immer in einem von gegenseitigem Respekt und Fürsorge geprägten Miteinander enden. So gehen die vier Gefährten gemeinsam durch dick und dünn und erkennen auch nach Reibereien stets das Positive einer Begebenheit und das Gute in ihrem Gegenüber und in ihrer Freundschaft. Dabei haben die Tiere, ebenso wie Kinder, ein magisches Auge für die kleinen Schönheiten des Lebens und genießen jeden glücklichen Augenblick in vollen Zügen. So spricht die Ratte beispielsweise: „Ob das schön ist? Es ist das Schönste überhaupt! … In einem Boot über das Wasser zu schippern, sich einfach treiben zu lassen…einfach nur treiben lassen…einfach so…immer weiter. … Wenn du heute Morgen noch keine anderen Pläne hast, schlage ich vor, wir schippern einfach den Fluss hinunter und genießen den Tag.“
„Der Wind in den Weiden“ ist ein Buch ohne Hektik und Hightech, dafür mit jeder Menge Abenteuer und Entschleunigung. Die zauberhaften Illustrationen von Inga Moore tragen entscheidend dazu bei. Übrigens wurde „Der Wind in den Weiden“ im Jahr 2015 zu einem der bedeutendsten britischen Romane gewählt. Diesem positiven Feedback schließen wir uns an und können „Der Wind in den Weiden“ wärmstens empfehlen.
„Der Wind in den Weiden“
Kenneth Grahame, Inga Moore
Verlag Urachhaus
22,90 Euro
184 Seiten, vierfarbig illustriert, gebunden
ISBN 978-3-8251-7683-9
ab 5 bis 10 Jahren