Frag doch mal … Christoph Biemann


Seit Anfang der 1980er Jahre ist er auf dem Bildschirm zu sehen und aus der „Sendung mit der Maus“ nicht mehr wegzudenken: Christoph Biemann – lässig im grünen Pullover, Herr über Experimente und Erklärungen, Fragen und Antworten. Zu erleben war Christoph Biemann aktuell im Jungen Schloss in Stuttgart, wo er unter den wachsamen Augen einer begeisterten Kinderschar spannende Experimente durchführte.

© Landesmuseum Württemberg

Das letzte Mal war Biemann im November 2015 im Jungen Schloss zu Gast. Bereits damals gab es einen großen Ansturm auf die Tickets, so dass in diesem Jahr gleich eine Zusatzvorstellung eingeplant wurde, die natürlich ebenfalls rasch ausverkauft war. Auf bunten Sitzkissen konnten die Kinder direkt vor der Bühne Platz nehmen und einen ersten Blick auf den Experimentiertisch mit den geheimnisvollen Materialien und Zutaten erhaschen. Nach einer kurzen Begrüßung und einer Einführung, wie sich das Leben auf der Erde entwickelte, ging es auch schon los mit den Experimenten, an deren Durchführung Groß und Klein aktiv beteiligt waren. Mit einfachen Mitteln erklärte Biemann, diesmal aufgrund der Wetterverhältnisse im grünen T-Shirt statt im grünen Pullover, physikalische Gesetzmäßigkeiten. So sank ein Ei auf den Grund einer mit Wasser gefüllten Schale, da es schwerer ist als Wasser und dieses verdrängt. Durch die Zugabe von Salz erhöht sich die Dichte des Wassers. Das Ei, nun leichter als das Wasser, schwimmt jetzt an der Oberfläche. Ein eigentlich simples Experiment, dass die Kinderaugen zum Leuchten brachte und das sogenannte archimedische Prinzip ganz einfach erklärte. Überhaupt schienen die Experimente mit Eiern bei den Kindern sehr beliebt zu sein. So herrschte im Saal große Begeisterung, als Biemann ein gepelltes Ei durch einen engen Flaschenhals brachte, ohne es zu berühren oder nachzuhelfen. „Schuld“ an diesem gelungenen Trick war etwas heißes Wasser in der Flasche, das beim Abkühlen einen Unterdruck erzeugte, der das Ei in die Flasche sog. Besonders groß war das Gelächter, als Biemann mit einer Luftpumpe in die Flasche pumpte und das Ei so wieder heraus beförderte. Ich bin gespannt, wie viele Kinder dieses lustige Experiment beim Frühstück ausprobieren werden…

Doch nicht nur Eier sondern auch Knete, Ahoi-Brause oder Bernstein spielten bei den Experimenten eine Rolle. An dieser Stelle möchten wir jedoch nicht zu viel verraten, sondern einige Überraschungen für zukünftige Experimentier-Shows bestehen lassen. Denn so viel ist sicher: Christoph Biemann ist bestimmt nicht zum letzten Mal im Jungen Schloss zu Gast gewesen. Wir freuen uns schon auf seinen nächsten Besuch, da die Kinder nach einer knappen Stunde voll spannender Experimente längst nicht genug hatten. Aber die anschließende Autogrammstunde mit signierten Buchexemplaren von „Christophs Experimente“ brachte die Kids schnell wieder auf andere Gedanken. Und so bleibt die Vorfreude auf Biemanns nächste Experimentier-Show im Ländle.

© Landesmuseum Württemberg

Infos über aktuelle bzw. anstehende Veranstaltungen im Jungen Schloss erhaltet Ihr hier. Ab dem 20. Oktober 2018, der der 95. Geburtstag Otfried Preußlers gewesen wäre, wird es eine interessante Räuber Hotzenplotz-Mitmachausstellung geben. Schirmherr dieser Ausstellung ist der Schauspieler Armin Rohde, der den Räuber Hotzenplotz bereits sehr überzeugend auf der Leinwand darstellte und die beliebten Geschichten auch als Hörbücher gelesen hat.

Über die aktuelle, sehr empfehlenswerte Ausstellung „Die 7 SuperSchwaben“ habe ich hier mehr geschrieben.

 

© Titelbild: Christoph Biemann

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