Besuch der Augsburger Puppenkiste


Ein lang gehegter Traum ging in Erfüllung: Ein Besuch der Augsburger Puppenkiste. Mitten in der Augsburger Innenstadt, im historischen Heilig-Geist-Spital, befindet sich die Augsburger Puppenkiste, wo wir eintauchten in die Welt von Jim Knopf, Urmel & Co.

Die Räumlichkeiten der Augsburger Puppenkiste sind groß und weitläufig. Primär können das Museum besichtigt und eine Theatervorstellung gebucht werden. Eine Kartenreservierung ist empfehlenswert, da der Andrang sehr hoch ist. Wir hatten bereits Monate vorher Karten für „Der kleine Muck“ reserviert und haben die Vorstellung, die circa eineinhalb Stunden inklusive Pause dauerte, sehr genossen. Das Theater bietet viele Plätze und die Kinder können von überall gut sehen. Wer allerdings frühzeitig bucht, hat die Chance, weiter vorn zu sitzen, wo das Geschehen bzw. die Aufmachung der Puppen besonders gut zu verfolgen ist. In den Pausen gibt es manchmal die Gelegenheit, mit den Akteuren hinter der Bühne ins Gespräch zu kommen. Während die Nachmittagsvorstellungen klassisch den Kindern gewidmet sind, gibt es für Erwachsene unterhaltsame Kabarettvorstellungen, die abends stattfinden und Erzählungen nach sehr sehenswert und unterhaltsam sein müssen. Bei den Tickets für die Nachmittagsvorstellungen kann man zwischen zwei Preiskategorien wählen. Die günstige Variante kostet 9,50 Euro, die teurere 11 Euro. Auch für Rollstuhlfahrer gibt es Plätze.

Weiter ging es zum zweiten Teil, dem Museum, das wir nach der Theatervorstellung besichtigten. Hier trafen wir auf all die vertrauten Gestalten aus Kindertagen: Urmel, Jim Knopf und die Wilde Dreizehn, die Katze mit Hut, Kater Mikesch, den kleinen König Kalle Wirsch und viele mehr. Von der Geschichte der Augsburger Puppenkiste und ihrer Gründerfamilie wird ebenso erzählt, wie von der Entstehung der Marionetten und dem Handwerk des Marionettenspielers. Für die Kinder gibt es einige Mitmachstationen und ein kleines Kino, in dem alte Folgen der Augsburger Puppenkiste gezeigt werden. Aber viel eindrucksvoller war die Erkenntnis, dass es alle Figuren „in echt“ und voller Lebensgröße gibt und sie nicht nur fürs Fernsehen erdacht wurden. Insgesamt haben wir uns eine knappe Stunde im Museum aufgehalten. Auch der Shop und das kleine Café laden zum Verweilen ein.

Besonders schön war dann eine private Führung hinter den Kulissen. Die Puppenspieler zeigten uns die Marionetten, die wir auch selbst spielen durften, und erzählten uns viel Wissenswertes über das Geschehen hinter der Bühne während einer Vorstellung oder wenn ein Stück einstudiert wird. Wie im richtigen Theaterleben ist jede Sekunde eines Stücks nicht nur durch die Dialoge, sondern auch durch die genau festgelegten Plätze und Positionen, die die Marionetten, und somit ihre Spieler, einnehmen, durchgetaktet. Und damit nicht genug: Die Markierungen auf der Bühne beziehen sich nicht nur auf ein, sondern auf viele verschiedene Stücke. Da nicht durcheinander zu kommen und sich dazu nicht mit den Puppen und ihren Fäden ins Gehege zu kommen, erfordert viel Können.

Unser Fazit: Die Kinder lieben die Augsburger Puppenkiste und für uns Erwachsene ist diese Reise zurück in die eigene Kindheit ebenfalls faszinierend und wunderbar gewesen. Die Anreise war sehr unkompliziert, das Parkhaus befindet sich um die Ecke. Augsburg als Stadt ist natürlich auch sehr sehenswert, so dass wir noch eine Übernachtung dran gehängt haben. In der Augsburger Puppenkiste sind wir sicherlich nicht zum letzten Mal gewesen. Mehr Infos gibt es unter www.augsburger-puppenkiste.de.

 

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