Boxenstopp im Porsche-Museum


Endlich haben wir das Porsche-Museum in Stuttgart besichtigt und waren begeistert: Der Anfang 2009 eröffnete Museumsneubau empfängt seine Besucher in Stuttgart-Zuffenhausen mit eigener Tiefgarage, barrierefreien Zugängen und modernem, großzügigem Design. Über die Lobby im Erdgeschoss, in der eine Snack-Bar sowie der Museumsshop und das Restaurant „Boxenstopp“ zum Verweilen einladen, führt eine lange Rolltreppe zu dem 5.600 Quadratmeter großen Ausstellungsbereich mit über 80 Fahrzeugen. Gekonnt widmet sich die Ausstellung der Verknüpfung von Historie und Moderne, Design und Geschwindigkeit, cleverer Coolness und Leidenschaft – all den Schlagworten, für die Porsche steht.

Jedes Exponat präsentiert einen Meilenstein der Porsche-Geschichte und ist für sich ein Highlight. Egal ob Carrera GT, 959 oder der RS aus den 1970er Jahren, genannt Entenbürzel: Das Besondere am Porsche-Museum ist vor allem die Vielzahl an gängigen und seltenen Modellen, von denen es teilweise nur wenige Exemplare gibt, gebündelt besichtigen zu können. Die Ausstellung ist kurzweilig gehalten, ebenso die Erklärungen zu den Fahrzeugen. Autofans, die tief in der Materie sind, werden hier eventuell detaillierte Zusatzinformationen vermissen. Im Vergleich zum Mercedes Benz-Museum ist das Porsche-Museum eher klein und präsentiert vorrangig die sportliche Seite der Marke Porsche sowie die traditionellen Designs der Straßenmodelle. Für Kinder spannend sind natürlich die Rennwagen aus allen Dekaden. Schön ist, dass es keine Absperrungen gibt und man in einige Fahrzeuge einsteigen darf. Immer wieder wird deutlich, dass die Marke Porsche ein Mythos auf der ganzen Welt ist, denn das Publikum könnte internationaler nicht sein und wir hörten bei unserem Besuch Sprachen aus aller Herren Länder.

Besondere Highlights: eine Werksführung, die von Montag bis Freitag buchbar ist, eine Probefahrt vor Ort oder der Besuch der Werkstatt, wo beispielsweise alte Porsche restauriert werden. Auch können Kindergeburtstage im Porsche-Museum gefeiert werden. Unser Favorit: Ein Abendessen im in der zweiten Etage gelegenen Christophorus-Restaurant, mit Blick auf die große Skulptur am Porsche-Platz sowie ins Museum. Neben einem eigenen Weinkeller bietet das im American Diner Stil eingerichtete Restaurant auch eine eigene Zigarrenlounge. Dazu bestes Steak, hervorragende Weine und ein aufmerksamer, unaufdringlicher Service (Reservierung circa zwei bis drei Monate vorher, gehobenes Preisniveau).

Unser Fazit: Das Porsche-Museum ist, im Vergleich zum Mercedes-Museum, klein aber fein, doch kommt hier jeder auf seine Kosten – Auto-Fans, Technik-Fans, PS-Fans, Design-Fans. Das Museum ist bequem mit dem Auto oder auch mit der S-Bahn (Haltestelle „Neuwirtshaus“ direkt vor der Tür) zu erreichen. Nicht nur Porsche-Fans, sondern auch Liebhaber moderner Architektur werden das Museum zufrieden verlassen, denn das Porsche-Museum, das von dem Wiener Architekturbüro Delugan Meissl geplant wurde, ist allein durch seinen schwebenden Überbau, in dem sich der Ausstellungsbereich befindet, ein wahrer Hingucker.  Hier gibt es mehr Informationen zum Museum und hier zum Restaurant Christophorus.

Einige weitere Impressionen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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