Verzaubert vom Figuren Theater Phoenix


Mehrmals im Jahr besuchen wir das Figuren Theater Phoenix in Schorndorf. Dann tauchen wir ein in die Welt von Astrid Lindgren, Helme Heine und Eowyn Ivey und lassen uns von Tomte Tummetott, Johnny Mauser oder dem Schneemädchen verzaubern. Das Jahr 2016 ist für das Figuren Theater Phoenix ein besonderes Jahr, denn es feiert sein 30-jähriges Jubiläum.

Der Zauber beginnt

Sobald im Saal das Licht gedämmt wird, ist es auch schon mäuschenstill, obwohl über 100 Eltern und Kinder gespannt auf ihren Plätzen auf den Beginn der Vorstellung warten. Ute und Soran Assef, die Gründer des Figuren Theaters Phoenix, betreten mit ihren Handfiguren die Bühne. Kaum sind die ersten Worte gesprochen, tauchen alle kleinen und großen Zuschauer in die magische Welt des Theaters ein und begeben sich auf ihre eigene Fantasiereise. Für eine Stunde vergessen wir unseren Alltag und lassen uns tragen von der harmonischen Inszenierung und den wundervoll komischen und zugleich tiefgründigen Dialogen.

Egal welches Stück man sich im Figuren Theater Phoenix ansieht, eins haben sie alle gemeinsam: Die Inszenierungen brauchen keine Soundeffekte, keine aufwändige Beleuchtung – allein durch Nuancen in Stimme und Gestik, die ruhigen Bühnenbilder und in sich geschlossenen Geschichten wird das Publikum durch das Stück geführt – mit Handfiguren, Schattenfiguren, Tischfiguren oder Marionetten.

Ute und Soran Assef spielen in ihrem Theater sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene. In jeder Geste, jedem Satz und jeder Bewegung spürt der Zuschauer, wie durchdacht, liebevoll und altersgerecht aufbereitet die Stücke konzipiert sind. Auch an schwierigere Themen werden jugendliche und erwachsene Zuschauer herangeführt. In ihrem neuen Stück „Mond Mond Mond“, welches für Kinder ab 10 Jahren geschrieben ist, geht es um Sinti und Roma, um Ausgrenzung, Schuld, Vergessen. Das ist kein einfacher Stoff, doch Ute und Soran Assef verstehen es, ihr Publikum nicht zu überfordern, sondern die Stücke so zu inszenieren, dass keine Abschreckung sondern ein Lerneffekt entsteht. Besondere Stücke liegen den beiden Schauspielern seit jeher am Herzen. Berührungsängste des Publikums, wie beispielsweise mit dem Thema Tod, verstehen die beiden durch ihre unaufgeregten Inszenierungen abzubauen.

Viele der aufgeführten Stücke sind Klassiker, die Eltern und Großeltern aus ihrer eigenen Kindheit kennen. So sahen wir bereits Ein Loch ist im Eimer, Tomte Tummetott, Das Schneemädchen, Freunde, Zwerg Sturmhütchen oder die Geschichte vom schwarzen Schaf, das weiß sein wollte. Und wir spüren, wie schön es ist, dass „unsere“ Kindheitserinnerungen an einzigartige Geschichten unseren eigenen Kindern auf solch außergewöhnliche Weise im Theater nahe gebracht und an sie weitergegeben werden.

Herzlichen Glückwunsch Ute und Soran Assef zum 30-jährigen Jubiläum. Wir können einen Besuch im Figuren Theater Phoenix uneingeschränkt empfehlen.

Abschließend noch etwas zur Logistik: Direkt am Theater gibt es zahlreiche Parkplätze oder das Künkelin-Parkhaus. Vor dem Theater lädt der Spielplatz einer Grundschule zum Klettern und Verweilen ein. Aber auch im Theater ist es gemütlich und es gibt in einem kleinen Café leckere selbstgebackene Muffins, Getränke, Kuchen und und und. Unter der Woche bietet das Figuren Theater Phoenix morgens Vorstellungen für Kindergärten und Schulklassen an.

Hier gibt es mehr Informationen zum Figuren Theater Phoenix. Karten können per Email oder telefonisch reserviert werden unter 07181 / 93 21 60 bzw. mail@figurentheaterphoenix.de. Reservierte Karten sollten eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn abgeholt werden.

Das Menschen im Ländle-Interview mit Ute und Soran Assef findet Ihr hier.

 

© Fotos: Figuren Theater Phoenix

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