DIY: Das eigene Fantasy-Spiel


Henri (11) aus Freiburg hat ein eigenes Gesellschaftsspiel kreiert und dieses selbst gestaltet. In diesem Interview erzählt Henri, wie er auf die Idee kam, ein eigenes Spiel zu erstellen und um was es in diesem geht.

Lieber Henri, Du hast mit viel Liebe zum Detail ein eigenes Gesellschaftsspiel entwickelt. Wie bist Du auf diese Idee gekommen und um was geht es in deinem Spiel genau?
Ich habe mir das Spiel überlegt, weil ich Fantasy-Geschichten in der Art von Herr der Ringe sehr gern mag und weil mir Illustrationen und das Kreieren von Bildern am Computer sehr viel Spaß machen. Wir spielen zu Hause gern Gesellschaftsspiele, aber ich wollte auch gern eine eigene Spielidee umsetzen. Bei meinem Fantasy-Spiel geht es darum, dass man durch würfeln verschiedene Rohstoffkarten, wie Silber, Gold, Erz oder Holz, kaufen kann. Diese Spielkarten haben ein Punktesystem. Je mehr Punkte man sammelt, umso besser. Bei 30 Punkten ist das Spiel gewonnen. Mit Hilfe mancher Karten kann man seinen Gegner herausfordern. Es gibt Blitz-Karten, mit denen man angreifen kann und Schild-Karten, mit denen ein Angriff abgewehrt wird. Kommen besondere Karten, wie beispielsweise die Hand des Todes, zum Einsatz, muss der Gegner Rohstoffkarten abgeben.

Mit wie viel Personen kann man das Spiel spielen und ab welchem Alter würdest Du es empfehlen?
Das Spiel kann man mit zwei bis vier Spielern spielen. Es eignet sich ab ungefähr sechs Jahren. Die Spieldauer beträgt 25 bis 35 Minuten.

Hast Du eine Lieblingsfigur oder -karte?
Am schönsten finde ich die Karte mit der Kultstätte und mit dem Meistermeuchler, da mir bei diesen beiden Karten die Bilder am besten gefallen und auch die Fähigkeiten, die diesen Karten zugeschrieben sind.

Gibt es in deinem Spiel auch einen echten Bösewicht?
Einen Bösewicht in dem Sinne gibt es nicht, aber es gibt gute und schlechte Mächte. Die Armee der schwarzen Reiter ist beispielsweise böse, die Elfen sind gut.

Wie lang hast Du für die Entwicklung deines Spiels gebraucht und hattest Du ein bestimmtes Spiel als Vorbild?
Für die Entwicklung des Spiels habe ich ungefähr ein halbes Jahr gebraucht. Im ersten Schritt habe ich die Spielkarten mit Hilfe von KI illustriert und als Fotos ausgedruckt, laminiert und ausgeschnitten. Danach entstand das Spielfeld. Es hat einige Tage gedauert, bis ich es gezeichnet hatte. Dann habe ich einen passenden Karton gestaltet und die Spielanleitung geschrieben. Die Spielfiguren habe ich von einem anderen Spiel übernommen. Bei der Entwicklung meines Spiels habe ich mich ein wenig an „Die Siedler von Catan“ und dem Spiel „Magic“ orientiert. Am meisten Spaß hat es mir gemacht, ganz in Ruhe den Spielplan zu zeichnen.

Wer waren die ersten Tester, die dein Spiel ausprobieren durften?
Das waren mein Bruder und meine Eltern, die das Spiel gemeinsam mit mir gespielt haben.

Was würdest Du anderen Kindern empfehlen, die ebenfalls ein eigenes Spiel gestalten möchten?
Ich würde ihnen empfehlen, dass sie sich zwischendurch Hilfe von ihren Eltern holen, weil es insgesamt schon sehr lange dauern kann, bis das Spiel fertig ist. Aber wenn alle mithelfen, geht es schneller. Meine Eltern haben zum Beispiel die Fotos für mich ausgedruckt. Viel habe ich mir aber auch alleine überlegt.

Würdest Du dich generell als kreativ beschreiben?
Wir haben früher schon mal ein kleines Spiel erfunden und wir sind generell gern kreativ, auch am Computer in Sachen Bildgestaltung und -bearbeitung. Wir haben auch schon mal ein eigenes Kinderzimmer-Telefon gebaut.

 

Lieber Henri, vielen Dank für dieses interessante Interview!