Wibele – Schwäbisches Traditionsgebäck aus Uhingen


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Ich muss gestehen, dass ich als gebürtige Rheinländerin bis vor einigen Jahren nicht wusste, was Wibele sind. “Die gibt es im Kindergarten manchmal, die sind sooo lecker.”, klärte mich die Tochter damals auf. Was Wibele genau für eine Leckerei sind, haben wir aktuell bei einer interessanten Führung durch die 2019 eröffnete Genusswelt der Confiserie Bosch erfahren.

Seit über 100 Jahren werden Wibele, und andere süße Leckereien, in der Confiserie Bosch im schwäbischen Uhingen hergestellt. Als wir die Räumlichkeiten der Confiserie betreten, duftet es bereits sehr anregend. Firmenchef Wolfgang Hellstern begrüßt seine Gäste und lässt es sich nicht nehmen, uns persönlich durch die Räumlichkeiten zu führen. Bei der Führung lernen wir als erstes die alte Erika kennen, eine Teigpresse aus den 1950er Jahren, die mittlerweile in den Ruhestand versetzt wurde. Weiter geht es zur Wibele-Produktion, die heute auf modernen Maschinen läuft und wo im Minutentakt Bleche voll frischer Wibele aus dem Ofen geholt werden. Nur die schönsten und gleichmäßigsten Gebäckstücke finden ihren Platz in den durchsichtigen Tüten, der Rest wird als Wibele-Bruch verkauft. Übrigens werden pro Tag, würde man die Gebäckstücke aneinander legen, 15 Kilometer Wibele produziert, die reißenden Absatz finden. Das süße Gebäck besteht aus Eiweiß, Puderzucker, Mehl und Vanillezucker. Das benötigte Mehl, den Zucker und die anderen Zutaten kauft Wolfgang Hellstern in Süddeutschland ein. Denn regional ist eben das neue Bio, meint der Chef, der die Zuhörer mit der ein oder anderen Anekdote begeistert. Und dass diese Qualität auch ihren Preis hat, das stellen Wibele-Fans gar nicht erst in Frage. Zu köstlich ist das feine Biskuit-Gebäck, das auch schon einmal nach Amerika oder Japan geordert wird.

Neben den Wibele werden in Uhingen erfolgreich Weinbrandbohnen, Gelee- und Schokoladenfrüchte sowie Krokant produziert. Feine Pralinen, die das Angebot in der Genusswelt abrunden, stammen aus einer kleinen Manufaktur in Deutschland. Neben den alten Maschinen, wie der Erika oder der alten Kokosflockenpresse aus dem Jahr 1914, begeistert die moderne Technik die Besucher. Etwa die zwölf Meter lange Schokoliermaschine samt Kühlkanal. “Probieren ausdrücklich erlaubt!”, ruft auch schon Wolfgang Hellstern und wir dürfen frische Wibele und Krokant testen – geschmacklich mehr als überzeugend. Am Ende der Führung geht es dann auch noch auf Shopping-Tour durch die Genusswelt und nicht nur Pralinen und Krokant, sondern auch Schokoladenfrüchte und das prämierte Früchtebrot findet seinen Weg in unseren Einkaufskorb. So treten wir gut gestärkt den Nachhauseweg an und können eine Führung bei der Confiserie Bosch in Uhingen nicht nur vom kulinarischen Standpunkt her sehr empfehlen. Hier gibt es mehr Informationen zu Öffnungszeiten und Führungen: www.confiserie-bosch.de

P.S. Wer Wibele einmal selbst kreieren möchte, findet auf dem Foodblog von Linda Gendry das passende Rezept.

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