Sommerurlaub in Norddeutschland


In unserer ersten Ferienwoche ging es an den Manhagener See (Kreis Rendsburg-Eckernförde), der eins unserer liebsten Reiseziele innerhalb Deutschlands ist. Hier verbrachten wir eine Woche, in der wir viel am See entspannten, mit dem Boot ruderten, den Wald unsicher machten, Rehe beobachteten, die Sauna am See nutzten und den Abend am Kamin ausklingen ließen.

Und natürlich machten wir viele Ausflüge, beispielsweise in den Tierpark Arche Warder, dessen weitläufiges Gelände mit Spielplatz und Steinzeitdorf sowie die großzügigen Gehege und blitzblanken Stallungen für sich spricht. Besonders die niedlichen Ferkel hatten es uns angetan.

Bei einem Tagesauflug an den Weißenhäuser Strand besuchten wir das subtropische Badeparadies, ein großes, familienfreundliches Hallenbad mit vielen Rutschen, Wildwasser-Kanal und Sauna. Hier kann man wirklich Stunden verbringen und Highlights wie die Reifenrutsche oder den sich alle paar Minuten über den Kinderbereich ergießenden Rieseneimer erleben.

Nach dem Schwimmen ging es an den Weißenhäuser Strand, wo wir am Meer Steine und Muscheln sammelten und die Seele an der schönen Ostsee baumeln ließen.

Auch dem touristisch beliebten Städtchen Eckernförde statteten wir einen Besuch ab und verbrachten einige Zeit am Strand sowie im Ostsee Info-Center. Toll ist hier das Erlebnisbecken, in dem man Seesterne, Strandkrabben, Flundern und Schollen anfassen darf. Das Museum ist sehr schön gestaltet und es gibt zahlreiche Mitmachstationen und vor der Tür einen großen Spielplatz direkt am Meer.

Weiter ging es in die Eckernförder Bonbon-Kocherei zur Hermann Hinrichs, wo wir einen großen Einkauf tätigten und bei der Herstellung köstlicher Bonbons zusahen.

Am nächsten Tag fuhren wir nach Schleswig und besichtigten das Wikingerdorf Haithabu mit angeschlossenem Museum. Zum Wikingerdorf führt ein sehr schöner Spazierweg und im Dorf kann man den Tuchmachern und Bogenschützen bei ihren Tätigkeiten zusehen.

Auch stand ein Ausflug an die Nordsee, nach Friedrichskoog, auf dem Plan. Die dortige Seehund-Station ist sehr interessant und man kann nicht nur die niedlichen Seehunde, die in der Auffangstation aufgepäppelt und dann wieder in die Freiheit entlassen werden, bewundern, sondern sich auch seine Zeit in dem spannenden, kindgerecht aufbereiteten Museum vertreiben.

Auch in diesem Jahr fand zeitgleich zu unserem Urlaub die Norla, die größte Landwirtschaftsmesse Norddeutschlands, statt, die wir besuchten. Neben Traktoren und landwirtschaftlichem Gerät war besonders die Halle mit den Tieren spannend. Schafe wurden geschoren, deren Wolle man mitnehmen konnte. Es gab ein Turnier und viel Nutz- und Kleintier zu bestaunen.

Ein weiterer schöner Ausflug führte uns an den Strand von Laboe mit dem Marine-Ehrenmal, von dessen Spitze man einen herrlichen Ausblick über Land und Ostsee hat.

Nun neigte sich der erste Teil unserer Ferien dem Ende entgegen und es ging weiter nach Sylt. Wie immer war hier die Fahrt mit dem Autozug besonders spannend. Am ersten Tag besuchten wir die Arche Wattenmeer in Hörnum. Dieses schöne Meeresmuseum ist in einer früheren Kirche untergebracht und beinhaltet nicht nur tolle Ausstellungsstücke aus dem Lebensraum Meer, sondern auch eine Arche Noah und ein Erlebnisbecken mit Seesternen, Einsiedlerkrebsen, Strandkrabben etc, die angefasst werden dürfen.

Wir unternahmen einen Spaziergang zum Roten Kliff und besuchten den vom Eintritt her zwar relativ teuren, aber sehr liebevoll und großzügig gestalteten Tierpark in Tinnum, wo man Tretboot und Elektroboot fahren und verschiedenste Tiere streicheln und bestaunen kann. Der Tierpark wird privat betrieben und besticht durch seine blitzblanken Anlagen, Stallungen und die gepflegten Tiere in großen Gehegen.

Abends nach dem Essen ging es durch die Dünen zurück ins Ferienhaus. Wir hatten durchweg herrliches Wetter und stets eine tolle Abendstimmung.

Natürlich durften auch Ausflüge zum Strand nicht fehlen und neben dem weitläufigen Sylter Ellenbogen machten wir die Strände von List und Westerland unsicher. In Westerland gibt es ein schönes Meeres-Aquarium, das die Tierwelt der Nordsee sowie Rochen, Haie etc. zeigt.

Ebenfalls besuchten wir in Westerland die Sylter Welle – ein vielseitiges, sehr gepflegtes Hallenbad mit Wellenbecken, Thermalbecken, verschiedenen Rutschen, einem schönen Badebereich für kleinere Kinder und einem herrlichen Ausblick auf die Nordsee. Auch der Strand von Westerland war wunderbar leer und wir verlebten dort schöne Stunden.

Besonders gut gefiel mir beim Blick aus dem Fenster unseres Ferienhauses immer wieder die tolle Morgenstimmung, wenn der Nebel noch über den Dünen hing und die Luft besonders frisch war.

Am Strand von List ließen wir nicht nur Drachen steigen, sondern fuhren auch mit dem Riesenrad – dem nördlichsten Riesenrad Deutschlands.

Abends genossen wir die schöne Stimmung am Strand. Am liebsten haben wir in der Lister Austernperle zu Abend gegessen – einem unkonventionellen Lokal mit bestem Essen direkt am Wasser.

Sehr interessant war auch ein Ausflug ins Erlebniszentrum Naturgewalten List – einem großen Museum, das sich thematisch der Insel Sylt widmet. Die Entstehung und die Geschichte der Insel werden hier ebenso behandelt, wie das Thema Küstenschutz sowie die Tier- und Pflanzenwelt des Wattenmeers und der Insel. Besonders spannend: Selbst Wellen unterschiedlicher Frequenzen bei unterschiedlicher Windstärke zu erzeugen.

Auch eine Wattwanderung in Hörnum durfte natürlich in diesem Urlaub nicht fehlen…

…ebenso wie eine Fahrt zu den Robbenbänken vor List, bei der auch Seesterne und anderes Meeresgetier zur Betrachtung gefangen und natürlich wieder in die Freiheit entlassen wurden.

Unser Fazit: Egal ob Nord- oder Ostsee – Urlaub in Deutschland zu machen, ist einfach schön. Und so verließen wir Sylt dann auch schweren Herzens (aber wenigstens bei strahlendem Sonnenschein).

 

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