Besuch im Brezelmuseum


Seit zwei Jahren gibt es das Brezelmuseum in Erdmannhausen bei Marbach am Neckar nun schon – das einzige Brezelmuseum der Welt. Und endlich haben wir es geschafft, diesem schönen Museum, das sich in den Räumlichkeiten der Badstraße 8 befindet, wo im Jahr 1950 die Erste Württembergische Brezelfabrik durch Emil Huober gegründet wurde, einen Besuch abzustatten. Ins Leben gerufen wurde das Brezelmuseum von Karl Huober, dem heutigen Chef der Firma Huober Brezel.

Im Museum erfahren wir alles rund um die Brezel – Geschichtliches, Handwerkliches und Ungewöhnliches. Wer die Brezel erfunden hat beispielsweise, wie sie hergestellt wird (die Originalmaschinen aus den 1950er Jahren sind zu besichtigen), wie die Brezel geschlungen wird und, in einer Sonderausstellung zu sehen, in welch unterschiedlichem Gewand sich die Brezel zu präsentieren vermag – mal pink, mal flauschig, mal zeigt sie Zähne, mal ist sie stachelig. Diese besondere Brezel-Kunst von Jürgen Roesner, die aktuell im 1. Stock des Museums zu erleben ist, ist nicht nur witzig und unterhaltend, sondern auch sehr originell und vielfältig. Auf alten Fotos sehen wir, dass in den 1950er Jahren in der Firma Huober noch Brezelschlingerinnen tätig waren. Und dann dürfen wir auch schon selbst Hand anlegen und uns im Brezelschlingen üben. Auf den ersten Blick sieht das leichter aus als gedacht, aber mit den gestrickten Brezelattrappen gelingt es uns schließlich, formschöne Brezeln zu zaubern. Besonders gut gefällt uns, dass für das Brezelmuseum die alten Räumlichkeiten der Brezelfabrik zurückgekauft wurden und das Museum somit ein Stück Geschichte bewahrt und beinhaltet. Auch die vielen historischen Exponate tragen zu diesem geschichtlichen Erhalt bei. Aufwändig aufbereitet ist die mediale Darstellung der Erfindung der Brezel durch den Uracher Bäcker Frieder, die durch audio-visuelle Elemente vermittelt wird. Und wer hätte es gedacht: Am Ende gibt es gar nicht DIE Brezel, sondern es wird die schwäbische, die badische und die bayerische Form unterschieden. Doch auf diese Feinheiten kommt es uns dann schon nicht mehr an, als wir zum Abschluss in dem schönen Museumsshop umherschlendern und dort sogar verköstigt werden – natürlich mit Huober-Brezeln.

Mehr Infos zum Brezelmuseum erhaltet Ihr hier. Wir konnten übrigens direkt vor dem Brezelmuseum kostenlos parken, da es sich in einem Wohngebiet befindet. Gegenüber des Museums gibt es einen schönen, schattigen Spielplatz – natürlich mit anspruchsvollem Klettergerüst in Form einer Brezel. Anzumerken ist, dass das Brezelmuseum nicht speziell für Kinder konzipiert ist. Unserer knapp siebenjährigen Tochter hat es aber dennoch sehr gut gefallen.

 

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