Achtung, Krötenwanderung!


In unseren diesjährigen Winterferien sind wir hin und wieder früh morgens unterwegs, um Kröten zu beobachten. Denn entlang der sogenannten Krötenzäune, die Ende Februar errichtet werden, tummeln sich in den frühen Morgen- und späten Abendstunden Dutzende von Kröten, die sich bis in den April hinein auf den Weg zur Paarung und Laichablage machen.

Die meisten der Kröten sind in die im Boden vergrabenen Fangeimer gepurzelt und werden früh morgens und spät abends von ehrenamtlichen Helfern über die Straße zu ihrem Laichgewässer getragen. Denn viele Kröten fallen dem Straßenverkehr zum Opfer, so dass ehrenamtliche Unterstützung von freiwilligen Tierfreunden zum Schutz der Amphibien immer wichtiger wird. Auch Gullis werden von den Helfern kontrolliert, da Kröten oft in diese hineinstürzen. Im Laichgewässer angekommen, paaren sich die Kröten und legen ihren Laich ab. Nach der Laichablage treten sie ihren Weg zurück an – dann allerdings nicht so geballt, so dass die letzten Kröten erst in den Sommermonaten zurückwandern. Ebenfalls in den Sommermonaten verlassen die jungen Kröten ihr Geburtsgewässer und wandern, bis in den Herbst hinein, in den Wald. Auch auf dieser Wanderung werden etliche von ihnen überfahren. Doch eine Betreuung bis zur letzten Krötenwanderung im Herbst durch freiwillige Helfer wäre ehrenamtlich leider kaum zu leisten.

Solltet Ihr Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit zum Schutz der Kröten bzw. anderer Amphibien haben, könnt Ihr mit der jeweiligen Ortsgruppe des NaBu – des Naturschutzbundes Deutschland e.V. in Eurer Region Kontakt aufnehmen. Der NaBu bietet nicht nur die Möglichkeit zur ehrenamtlichen Hilfe zum Schutz der Kröten, bei der man mit etwas Glück übrigens auch spannende Tiere, wie Lurche, Molche, Frösche oder sogar Blindschleichen entdecken kann, sondern auch interessante Kinder- und Familiengruppen, die sich ehrenamtlich engagieren – beispielsweise zum Schutz von Vögeln, Amphibien und Fledermäusen sowie zur Pflege von Nistkästen, Biotopen oder Streuobstwiesen. Mehr Informationen gibt es unter www.nabu.de.

 

+ Keine Kommentare vorhanden

Kommentar verfassen