Apps für Kinder: Der sichere Umgang


Beschäftigen sich Eltern mit dem Thema Apps für Kinder, stoßen sie auf einen schier undurchdringlichen Dschungel an Kinder-Apps – und täglich werden es mehr. Doch nicht nur die Auswahl geeigneter Apps fällt schwer. Auch bezüglich der Altersangaben, des Downloads und der Installation sowie der Begleitung der Kinder beim ersten Gebrauch der App gilt es einiges zu beachten.

Das Angebot von Apps für Kinder ist vielfältig und bunt. Da gibt es reine Lern-Apps, wie die „Anton-App“ oder „easy peasy“, Apps mit Wissensgewinn, wie „Spielend lernen mit Ernie und Bert“, „Die Maus“ oder „ZDF Tivi“, Musik-Apps wie „Mussila“ oder „Opera Maker“, Spiele-Apps wie „Lumino City“, Apps zur Schulung der Motorik, wie „Fiete“, und vieles mehr. Wo anfangen, wo aufhören? Das fragen sich viele Eltern. Medienreferentin Filiz Tokat vom Landesmedienzentrum Stuttgart rät im ersten Schritt dazu, in der Masse der Apps, die in den App-Stores angeboten werden, die Angabe USK O kritisch zu hinterfragen. Denn diese Freigabe ohne Altersbeschränkung gaukelt eine vermeintliche Sicherheit vor, dass entsprechende Apps auch schon für die Kleinsten geeignet sind. Hier sollten sich Eltern selbst ein Bild machen, sprich die App erst in Eigenregie, dann gemeinsam mit ihrem Kind testen. Die Website des Landesmedienzentrums oder des Deutschen Jugendinstituts gibt hierfür sinnvolle Tipps. Die wohl wichtigste Regel: Eltern sollen ihre Kinder stets begleiten, Apps mit ihnen gemeinsam ausprobieren, auch einmal nein sagen, wenn Inhalte nicht kindgerecht aufbereitet sind. Denn Apps sollten niemals ängstigende Inhalte präsentieren, wie die Experten der Website www.schau-hin.info vermerken. Ferner sollten Apps keine Verlinkungen und Werbung beinhalten und nicht über Bezahlschranken verfügen, die mitten im Spiel ein Weiterspielen nur durch zahlungspflichtige Upgrades ermöglichen.  Auch persönliche Daten dürfen nicht abgefragt werden. Ferner kann das Installieren einer Kinderschutz-App sinnvoll sein.

Zudem sollten Eltern beim Download und beim Installieren einer App immer zugegen sein. Auf der Website von klick-tipps.net gibt es hilfreiche Tipps, was beim Download einer App zu beachten ist. Besonders wichtig sind neben allen technischen Details auch die klaren Vorgaben zu Hause. So sollten Nutzungsvereinbarungen getroffen, Medienzeiten besprochen und eine offene Kommunikation gewahrt werden. Für alle Eltern gilt es hierbei, nach ihrem Bauchgefühl zu handeln. Denn ab welchem Alter Kinder mit der Nutzung von Smartphone, Tablet und Co. beginnen und welche Inhalte sie in welchem Maß konsumieren, liegt schlussendlich in den Händen der Erziehungsberechtigten. Die Website www.spielbar.de gibt hierzu pädagogische Tipps und Spielbeurteilungen. Interessant sind in diesem Zusammenhang auch Mediennutzungsverträge, die zwischen den Kindern und den Eltern abgeschlossen werden können. Diese dienen einerseits einer klaren Regelung, fördern andererseits die Medienkompetenz der Kinder.