Zugreisen mit (Klein-)Kindern ohne Stress


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Nun starten im Ländle die Herbstferien und auch für uns heißt es Koffer packen und ein paar Tage verreisen. Um die Dauerbaustellen auf diversen Autobahnen in Süddeutschland zu umgehen und schnell, kostensparend und entspannt ans Ziel zu kommen, werden wir das Auto einmal mehr stehen lassen und mit der Bahn fahren. Auch der Umwelt zuliebe.

Für unseren Nachwuchs ist das Bahnfahren sowieso ein Highlight und das quasi bereits von Geburt an. Bis zum heutigen Tag reisen wir regelmäßig mit der Bahn, mit dem Unterschied, dass wir nun nicht mehr im bunten Kleinkindabteil, sondern im komfortablen Familienabteil beziehungsweise im regulären Großraum- oder Abteilbereich sitzen. Die Vorteile des Kleinkindabteils, welches in allen ICE-Zügen und den meisten EC/IC-Zügen vorhanden ist, sind mir dennoch in bester Erinnerung geblieben: Kindersichere Steckdosen, wie übrigens überall an Bord, häufig ist im Abteil ein Wickeltisch vorhanden, oder alternativ auf einem WC direkt in der Nähe, und es gibt zusätzliche Fläche für Gepäck und Buggy. Im Kleinkindabteil können Kinder einmal etwas lauter sein, ohne andere Fahrgäste zu stören, es lässt sich diskret stillen usw. Auch der Familienbereich bietet ein entspanntes Reisen in Gesellschaft anderer Familien und die eine oder andere längere Bahnfahrt verflog für uns plötzlich wie im Nu, als unverhofft Spielkameraden zur Stelle waren, mit denen Bücher, Malsachen und Rätselhefte zur Beschäftigung getauscht werden konnten. Apropos Beschäftigung: Die niedlichen ICEs im Miniaturformat (siehe Bild) bekommen junge Fahrgäste, und manchmal auch Mamas, neben Malheften und Stiften von den Zugbegleitern der Deutschen Bahn geschenkt. Bis zu ihrem zwölften Lebensjahr fahren Kinder übrigens kostenlos mit der Bahn, einzig die Sitzplatzreservierung muss bezahlt werden und ist für Familien bereits ab neun Euro buchbar. Reisende ab 15 Jahren, die einen ICE, IC oder EC nutzen, können bis zu vier Kinder im Alter bis 14 Jahren kostenfrei mitnehmen, ohne mit ihnen verwandt sein zu müssen. Was wir früher als junge Familie vermehrt genutzt haben, war der praktische Deutsche Bahn-Service, das Gepäck voraus zu schicken. So mussten wir uns während der Reise nicht um große Koffer und Kinderwagen kümmern, sondern hatten das Baby entspannt im Tragetuch und nur einen kleinen Handkoffer plus Rucksack dabei.

Eine Erleichterung, die ich erst vor einiger Zeit für mich entdeckte, ist die Navigator-App der Deutschen Bahn. Mit dieser werden beispielsweise Änderungen der Wagenreihung in Echtzeit angezeigt. Für uns Eltern eine große Erleichterung, da nun nicht mehr mit Kindern und Koffern den Bahnsteig entlanggeeilt werden muss, wenn die Wagen des Zuges in anderer Reihenfolge gekoppelt sind. Auch ist die Bahn-App ein praktischer Helfer bezüglich digitaler Tickets, Schnellbuchung, Bestpreissuche und aktueller Reiseinformationen, wie Auslastung oder Verspätung.

Alle häufig gestellten Fragen zum Thema Reisen mit Kleinkindern im Zug beantwortet die Deutsche Bahn übrigens in einem sehr kurzweiligen Video aus der Ratgeber-Reihe „Frag die Bahn“, das für alle Eltern interessant ist, die mit ihrem Nachwuchs stressfrei und entspannt verreisen möchten. In weiteren Ratgeber-Videos werden die Verfügbarkeit und Buchung von Zugtickets zu Sparpreisen und die sichere Gepäckaufbewahrung anschaulich erläutert. Spannend für kleine Reisende: In den Zugwaggons gibt es regelrechte Geheimverstecke, in denen Koffer und Taschen aufbewahrt werden können. Und wer sein Gepäck gern im Blick behalten möchte, kann gezielt einen Platz in der Nähe des Großgepäckregals reservieren.