Strawberry fields forever


Auf dem Feld Erdbeeren selbst pflücken – das gehört zu einer meiner frühesten Kindheitserinnerungen, die untrennbar mit Ferien bei meinen Großeltern verbunden ist. Körbchenweise haben wir damals Erdbeeren gepflückt, die pur oder mit Zucker genascht, zu Marmelade, Erdbeerkuchen, -milch oder Erdbeer-Sahne-Quark verarbeitet wurden. Umso schöner ist es, heute mit der eigenen Tochter loszuziehen, um Erdbeeren zu pflücken.

Ab Mitte Mai geht die Erdbeerzeit so richtig los und wir freuen uns jedes Jahr auf den Start der Erdbeersaison, denn jetzt wird es gefühlt so richtig Sommer. Besonders viel Spaß macht es, die Erdbeeren selbst zu pflücken. Das gehört für uns zum Sommergefühl genauso dazu, wie ins Freibad zu gehen oder Eis zu essen. Meist sind die regionalen Erdbeerfelder täglich von 8 bis 19 Uhr geöffnet, auch am Wochenende und an den Feiertagen. Wir gehen gern morgens oder abends Erdbeeren pflücken, da es dann nicht so heiß und die Morgen- bzw. Abendstimmung eine ganz besondere ist. Teilweise sind die Felder auch überdacht und man kann sich aussuchen, ob man im Freien oder etwas geschützter pflücken möchte. Körbchen oder Schüsseln bringen wir von zu Hause mit. Diese werden leer gewogen und das Gewicht auf ein Etikett notiert, das auf die Schüssel geklebt wird. Nun kann der Pflückspaß beginnen.

Pflücken mehrere fleißige Hände mit, kommen in kurzer Zeit schnell ein paar Kilo Erdbeeren zusammen – eine schöne als die andere. Auf den Feldern, auf denen wir vorzugsweise Erdbeeren pflücken, werden verschiedene Erdbeersorten angebaut. Beliebt ist die Erdbeersorte Lambada. Das ist eine sehr süße Erdbeere mit mittelgroßen Früchten, die auch von Allergikern sehr gut vertragen wird. Die Lambada ist eine feste, glänzend rote Erdbeere, die sehr schön aussieht und allein schon optisch die Kinderherzen höher schlagen lässt. Dass während des Pflückens die eine oder andere Erdbeere direkt im Mund verschwindet, erklärt sich von selbst. Um auch noch etwas Sommer in die kühlere Jahreszeit hinüber zu retten, werden wir in diesem Jahr einige Erdbeeren für den Winter einfrieren, denn beispielsweise das Marmeladekochen funktioniert ebenso gut mit einmal gefrorenen Früchten. Und hier einige Impressionen vom Erdbeerenpflücken.

Da leuchten sie im Verborgenen – eine schöne als die andere und man hätte am liebsten vier Hände, um gleichzeitig zu pflücken.

 

Ruck zuck füllen sich die Körbe und Schüsseln und wir überlegen schon während des Pflückens, was wir mit unserer Ausbeute alles leckeres zubereiten können.

 

Manchmal pflücken wir auf freiem Feld, manchmal unter der Überdachung – je nachdem, welche Plätze der Bauer zuteilt.

 

Die Tochter hat immer einen Sinn fürs Dekorieren. Auf dem Nachbarfeld wurde also noch etwas Gerste für das Gesamtbild gemopst, später kam noch Weizen dazu.

 

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