Höchste Zeit für Meeresschutz-Abkommen


Vor ungefähr eineinhalb Jahren haben wir eine Patenschaft für eine Unechte Karettschildkröte übernommen. „Unsere“ Charlotte ist circa 80 Zentimeter groß und damit ausgewachsen. Natürlich gehört Charlotte nicht uns, sondern nur sich selbst und dem Meer. Wir sind lediglich ihre Paten. Charlotte ist Anfang 2021 aus Fischernetzen befreit worden, in denen sie gefangen war. Am 1. Mai 2021 wurde sie auf Jupiter Island/Florida rehabilitiert und hat seitdem Tausende von Kilometern in Freiheit zurückgelegt. Als nördlichsten Punkt erreichte sie Rhode Island und es bleibt spannend, welchen Strand sie einmal wählen wird, um ihre Eiablage zu vollziehen. Vermutlich wird sie sich dazu in die kühleren Gewässer vor der kanadischen Küste aufmachen. Aktuell schwimmt Charlotte in den Weiten des Atlantiks ziemlich genau in der Mitte zwischen dem nordamerikanischen und dem afrikanischen Kontinent umher, etwa auf Höhe von Casablanca.

Wenn wir die Vielfalt der Arten in den Meeren erhalten wollen, müssen bis zum Jahr 2030 mindestens 30 Prozent unserer Ozeane unter Schutz stehen. Unter dem Dach der Vereinten Nationen haben Regierungen bereits vor zehn Jahren Verhandlungen für einen globalen Ozeanvertrag aufgenommen – bisher ohne Ergebnis. Hier findet ihr mehr Informationen zur Greenpeace-Petition für das Meeresschutzabkommen:

https://act.greenpeace.de/meeresschutzgebiete-jetzt

Jede Stimme zählt! Denn die Vorverhandlungen, um das Gesuch um ein Meeresschutzabkommen überhaupt in Gang und auf die Tagesordnung zu bringen, reichen wie bereits erwähnt mehr als zehn Jahre zurück. Noch einmal so lang warten, das können und dürfen wir uns nicht leisten. Vor allem die Tiere können nicht warten.