Saurier und Fossilien auf der Schwäbischen Alb


Ländle-Mama mag die Schwäbische Alb und wohnt nicht weit von ihr entfernt. Ehrensache, dass man also häufiger Gast in dieser schönen Natur ist, die sich mit Kindern gut bewandern und entdecken lässt. Am Wochenende haben wir uns auf den Weg nach Holzmaden gemacht. Dort gibt es das naturkundliche Urweltmuseum Hauff sowie mehrere Schiefer-Steinbrüche, in denen man selbst fossile Fundstücke machen kann, zu entdecken. Die Aufregung über diesen Ausflug war groß, denn Dinos stehen beim Nachwuchs bereits seit vielen Monaten hoch im Kurs.

Auf den Spuren der Dinosaurier

Auch für jüngere Kinder ist das Urweltmuseum Hauff geeignet, denn es gibt viel fürs Auge: Bei den ausgestellten, teilweise mehreren Meter langen Fossilien handelt es sich um Jahrmillionenalte Pflanzen, Fische, Flug- und Echsensaurier. Alle Ausstellungsstücke wurden perfekt präpariert und präsentieren sich in hellen, großen Räumen. Ältere Kinder lernen zusätzlich über Schautafeln und Filme viel über die damalige Tier- und Pflanzenwelt, über die Gesteinsschichten und die verschiedenen geologischen Zeitalter. Auch der Außenbereich des Urweltmuseums begeisterte uns. Dort gibt es einen schönen Park mit einem See und Mammutbäumen, zwischen denen lebensgroße Dinosaurier, wie der 30 Meter lange Diplodocus, der Stegosaurus oder der Allosaurus, ausgestellt und „live“ erlebbar sind. Besonders das Grabungsfeld ist für Groß und Klein spannend. Gegen eine kleine Gebühr erhalten die Kinder Schaufel und Besen und können das im Sand versteckte Skelett eines Sauriers freilegen. Zum Abschluss haben wir im Museumsshop natürlich noch einige kleine versteinerte Schnecken gekauft, bevor es zum wenige Kilometer entfernten Schieferbruch Kromer in Ohmden ging. Zu diesem Zeitpunkt ahnten wir natürlich noch nicht, dass wir nur wenige Minuten später selbst tolle Fundstücke freilegen würden.

Die Schatzsuche beginnt

Im Steinbruch Kromer wird noch aktiv Schiefer abgebaut, so dass sich immer wieder neue Chancen auftun, Schieferplatten mit Schnecken- oder Pflanzenabdrücken zu finden. Mit dem Auto konnten wir direkt an den Steinbruch heranfahren und am Eingang Hammer und Meißel gegen eine kleine Gebühr entleihen.

Wir rechneten eigentlich gar nicht damit, selbst Fossilien-Fundstücke zu machen, doch nach wenigen Minuten klopften wir tatsächlich die ersten Schieferplatten mit kleinen, circa 2 Euro-Stück großen Schneckenabdrücken frei. Nach nur 20 Minuten hatten wir bereits acht schöne Tafeln mit fossilen Einlagerungen freigelegt. Manch anderer Profi neben uns fand sogar Schneckenabdrücke, die einen Durchmesser von 10 und mehr Zentimetern hatten. Das spornte unseren Entdeckerehrgeiz natürlich an und die Zeit verflog neben all dem Klopfen und Hämmern wie im Flug. Am Ende schleppten wir stolz an die 15 kleine Fundstücke aus dem Steinbruch heraus, die man kostenlos mit nach Hause nehmen darf. Dort angekommen, haben wir einige Schieferplatten in durchsichtige Deko-Tüten verpackt und sie als Mitbringsel für Großeltern, Freunde, Onkel und Tanten vorgesehen. Selbst geklopft sind solche Geschenke ja wirklich etwas Besonderes.

Noch ein Tipp zum Abschluss: Es empfiehlt sich, den Steinbruch nicht bei allzu warmen Temperaturen aufzusuchen, denn es gibt keinen Schatten und das schwarze Gestein heizt sich ziemlich auf. Feste Schuhe und Wechselkleider für die kids sind ratsam, da man relativ staubig wird. Direkt gegenüber dem Urweltmuseum Hauff befindet sich übrigens der Urweltsteinbruch. Auch hier wird selbst gemeißelt und gehämmert und sogar Kindergeburtstage können dort, und auch im Urweltmuseum, gefeiert werden. Mehr Infos findet Ihr unter:

http://www.urweltmuseum.de

http://www.urweltsteinbruch.de

http://www.schieferbruch-kromer.de

 

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