Der Wasserfall in Bad Urach


Aktuell haben wir einen sehr schönen Ausflug nach Bad Urach zum Uracher Wasserfall unternommen. Diese kleine Wanderung machen wir circa einmal im Jahr und freuen uns immer riesig darauf, denn es gibt so viel zu erkunden und zu entdecken, zu sehen und zu bestaunen.

Direkt von der Hauptstraße, der B28, führt ein kleiner Fahrweg zu einem großen (kostenpflichtigen) Parkplatz. Zu Fuß geht es weiter, am Waldrand und einem kleinen Bach, dem Brühlbach, entlang. Die Tochter hatte ihr Holzboot mit Piratensegel (Bächle-Boot aus Freiburg) dabei und ließ es immer wieder die kleinen Stromschnellen hinabsausen. Das Bachufer ist gut begehbar bzw. für die Kinder gut zu erklettern und im Sommer kann man sich hier wunderbar die Füße abkühlen, Staudämme bauen etc. Auch wir Erwachsenen hatten große Freude an den zahlreichen Fahrten mit dem Bächle-Boot, so dass wir in den ersten Stunde nur circa 500 Meter weit kamen. Die letzten knapp anderthalb Kilometer schafften wir dann in kürzerer Zeit, wobei es auch hier viel zu entdecken gab: Abenteuerliche Baumwurzeln, „Geheimwege“ in den Wald, einen Staudamm und eine kleine Höhle. Kurz vor dem Wasserfall ließ es sich in einem trockenen Bachbett herrlich klettern und dann erklommen wir endlich die vielen Steinstufen hinauf zum Wasserfall. Dieser führte am Tag unseres Besuchs nicht ganz so viel Wasser, da die vergangenen Monate und auch schon der Winter recht trocken waren. Generell schwankt die Wassermenge zwischen 70 und 420 Litern pro Sekunde, je nach Niederschlagsmenge.

Immer wieder ist es ein tolles Erlebnis, den Wasserfall aus der Nähe zu sehen, tosen und rauschen zu hören. Knapp 40 Meter stürzt sich das Wasser in die Tiefe und fließt dann weiter ins Tal. Das Besondere am Uracher Wasserfall ist, dass man ihn aus verschiedenen Perspektiven betrachten kann. Über einen Wanderweg gelangt man weiter oben zu einer Karstquelle, wo der Wasserfall entspringt, und kann zusehen, wie sich das Wasser als kleiner Fluss seinen Weg an der Hütte und dem Grillplatz vorbei bahnt, sich über die Tuffsteinkante ergießt und als Wasserfall in die Tiefe stürzt. Wir machten eine kurze Hüttenpause und genossen die herrliche Aussicht, dann begaben uns wieder an den Abstieg. Kurz überlegten wir, noch wie geplant zur Burgruine Hohenurach zu wandern, aber da wir uns auch auf dem Rückweg wieder lange mit Boot fahren, Bucheckern und Moos sammeln etc. aufhielten und mittlerweile fast drei Stunden unterwegs waren, beschlossen wir, uns dieses Ausflugsziel für das nächste Mal aufzuheben.

Zum Abschluss noch ein paar allgemeine Infos: Der Weg zum Wasserfall ist auch mit dem Kinderwagen gut zu begehen. Die Kinderwagen können am Fuß des Wasserfalls abgestellt werden, bevor es die Stufen hinauf geht. Da der Weg zum Wasserfall nicht durch den Wald, sondern entlang des Waldrands führt, sollte gerade mit kleineren Kindern die Mittagshitze eines heißen Sommertags vermieden werden. Der Bach kühlt zwar ab, der Wanderweg liegt aber in der Sonne. Am Parkplatz gibt es ein Restaurant, das Maisentalstüble, das auch über einen großen Kiosk verfügt (Wir fanden das Essen im Maisentalstüble in Ordnung.). Der Weg vom Parkplatz zum Wasserfall ist knapp zwei Kilometer lang. Man kann den Wasserfall also zügig erreichen, wenn man das möchte. Oder man lässt sich, wie wir es getan haben, doch etwas länger Zeit.

Übrigens gibt es wenige hundert Meter entfernt eine weitere Sehenwürdigkeit, den Gütersteiner Wasserfall. Dorthin haben wir es noch nicht geschafft, haben eine Besichtigung aber fest vor.

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