Der Esslinger Mittelalter- und Weihnachtsmarkt


Wir lieben den mittlerweile in ganz Deutschland bekannten Esslinger Mittelalter- und Weihnachtsmarkt, den wir jedes Jahr aufs Neue besuchen und von dem wir immer wieder fasziniert und begeistert sind. Neben dem klassischen Weihnachtsmarkt, der sich malerisch mit einer tollen Auswahl an geschmackvollen Ständen auf dem Esslinger Marktplatz präsentiert, gibt es den spektakulären Mittelaltermarkt, der den Besucher in vergangene Zeiten versetzt und der größte seiner Art in Süddeutschland ist.

Gaukler, Komödianten, Jongleure, Spielmänner, Masken- und Stelzenkünstler, mittelalterliche Musiker, Derwischtänzer, Märchenerzähler sowie heimische Musikvereine sorgen von Mittags bis Abends für ein außergewöhnliches Programm, das den Besucher staunen lässt. Auf verschiedenen Bühnen, am Rathausplatz, Hafenmarkt, Marktplatz, im Zwergenland oder im Märchenzelt, ziehen die Künstler Groß und Klein mit ihren Darbietungen in den Bann. Im Zwergenland kommen die Kinder voll auf ihre Kosten – sei es bei einer Fahrt im mittelalterlichen Riesenrad, einem alten Mühlrad mit Gondeln, oder bei verschiedenen Geschicklichkeitsspielen – beim Armbrustschießen, Messerwerfen, Kegeln, Einhorn fangen oder Drachen bändigen. Bezahlt wird natürlich in Talern, gesprochen Mittelhochdeutsch. Und überall wird gefeilscht, gefeiert und gescherzt – ob das vor 600 Jahren auch so war? Neben den Kindern können sich auch die Erwachsenen beweisen – im Bogenschießen oder bei einem mittelalterlichen Bad im beheizten Waschbottich, zu dem Zuberwölfin Marita einlädt. Immer wieder bleiben wir fasziniert an den verschiedenen Ständen stehen, etwa beim Schmied, beim Färber oder beim Besenbinder. Besonders filligran ist die Arbeit der Kalligraphen, die geschickt in sauberster Schönschrift ihre Buchstaben zu Papier bringen.

Doch auch die Stände des Weihnachtsmarkts sind spannend und bieten Kindern jeden Alters zahlreiche Mitmachmöglichkeiten, etwa beim Kerzenziehen oder Plätzchen backen in der Kinderbackstube. Besonders schön ist die am Postmichelbrunnen aufgebaute Krippe mit lebenden Tieren, in deren Stall sich Ziegen, Schafe und ein Esel tummeln. Die benachbarte Tombola am Stand der Esslinger Zeitung sorgt stets für gute Laune, denn meist ist beim Kauf von zehn Losen mindestens ein Gewinn dabei, vom Teddybär über hausgemachte Marmelade, Führungen durch die Kessler-Sektkellerei oder Familienkarten für die städtischen Museen Esslingen. Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Neben dem klassischen Duft von Glühwein, Stockbrot, Stollen, Zuckerwatte, Feuerwurst und Gulaschsuppe, ziehen fremde Düfte den Besucher in ihren Bann – etwa, wenn auf dem Mittelaltermarkt Gewürzweine in Tonbechern ausgeschenkt oder heiße Maronen, orientalische Speisen und köstliche Fladen aus der Hanf Beckerey angeboten werden.

Sowohl auf dem Mittelaltermarkt als auch auf dem Weihnachtsmarkt würden wir am liebsten viel mehr kaufen, als wir es schlussendlich tun – feine gefütterte Hausschuhe aus Lammfell und andere Naturkleidung gibt es da, leckere Liköre, hochwertigen Weihnachtsschmuck, Mineralien, Felle und Holzarbeiten, Kerzen und erlesene Wildspezialitäten von Reh, Hirsch und Gams, selbsthergestellte Öle, Schokoladen, Kräuter oder Bonbons und vieles mehr. Wunderschön strahlt die große Weihnachtspyramide, die nach dem Vorbild der Pyramiden aus dem Erzgebirge gefertigt wurde. Hier lassen wir unseren Besuch mit einer Karussellfahrt für die Kinder ausklingen und beschließen schon jetzt, den schönen Esslinger Mittelalter- und Weihnachtsmarkt am kommenden Wochenende erneut zu besuchen.

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