Unser BUILD-A-BEAR-Workshop


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Eine Freundin, die einige Zeit in den USA gelebt hat, erzählte uns begeistert, dass Amerika die Wiege der BUILD-A-BEAR-Workshops sei. Von BUILD-A-BEAR hatte ich bisher noch nie etwas gehört und war umso neugieriger, was es mit solch einem Workshop auf sich hat. Unter den ersten Erklärungen (Kinder dürfen sich „leere“ Kuscheltiere aussuchen, die dann einen Herzschlag, einen Duft, eine Füllung, Kleider und eine Geburtsurkunde bekommen) konnte ich mir so gar nichts vorstellen. Umso größer die Freude, als wir von BUILD-A-BEAR in Stuttgart, ansässig im traditionellen Spielwarenladen Kurtz in der Sporerstraße, eingeladen wurden, einen Workshop zu besuchen, um ein eigenes Kuscheltier zu kreieren.

Im BUILD-A-BEAR-Shop wurden wir sehr herzlich von Beraterin Gianna empfangen, die gemeinsam mit der Tochter gleich die große Auswahl an unbefüllten Kuscheltieren, wie Teddy-Bären, Figuren aus Disney-Filmen, Hunde, Eisbären, Monster, Trolle usw., in Augenschein nahm. Zu jeder Kuscheltierhülle gab es praktischerweise ein fertiges Ausstellungsstück, das die Kinder in den Arm nehmen und probekuscheln konnten, um so ein Gefühl für ihr späteres Tier zu bekommen. Die Tochter entschied sich für den goldbraunen Glitzer-Teddy „Belle“ (in Anlehnung an Belle aus „Die Schöne und das Biest“). Kurz kam noch der Eisbär in Frage, aber Belles goldener Glitzerpelz überzeugte und der Teddy machte das Rennen. Dass die Tochter ganz in Ruhe die Kuscheltiere sichten und ihren Favoriten auswählen konnte, fand ich übrigens sehr angenehm. Überhaupt herrschte eine lockere, familienfreundliche Atmosphäre, so dass sich die Kinder völlig auf ihr Projekt Kuscheltier einlassen können.

Bevor Belle richtig Gestalt annahm, durften wichtige Utensilien nicht fehlen: Belles Stimme, ein eigener Duft, der Herzschlag, Belles drei wichtigste Charaktereigenschaften und ein rotes Herz aus Stoff, versehen mit geheimen Wünschen. Wir hätten auf diese Zusatzkomponenten auch verzichten können, aber wenn schon, dann richtig, entschieden wir. An einer Soundbox konnten wir zwischen verschiedenen Liedern, Lachen oder selbstaufgenommenen Texten wählen, was Belle sprechen sollte. Die Tochter entschied sich für ein Lachen, das später in Form eines Chips in Belles rechte Pfote eingesetzt wurde. Dann ging es um Belles persönliche Duftnote: Zuckerwatte, Bubble Gum und Erdbeere standen zur Auswahl – Ein Bubble Gum-Duftplättchen sollte es sein.

Nun durfte die Tochter Belles Herzschlag in Form eines roten Herz-Chips aussuchen. Anschließend wurde Belle an der Maschine mit Zauberwatte befüllt, wobei die Kinder mithelfen und das Fußpedal treten dürfen. Zwischendurch wurde immer wieder probegekuschelt, ob die Füllung ausreichend ist. Nachdem Belle fertig befüllt worden war, erhielt sie ihren Herzschlag, ihren Duft und ihre Stimme. Das rote Stoffherz wurde ebenfalls mit eingenäht, nachdem es in der Hand warm gerieben und mit drei geheimen Wünschen versehen worden war. Als Belle mit drei magischen Zauberknoten verschlossen wurde, sprach die Tochter jedem Knoten eine zukünftige „Eigenschaft“ von Belle zu: Sie solle immer kuschelig bleiben, glücklich sein und Glück bringen und stets ihr goldglänzendes Fell behalten. Der Nähfaden, symbolisch für die Nabelschnur, wurde durchgeschnitten und durch Druck auf die Brust als Erstes der Herzschlag getestet. Belle duftete, kicherte und pulsierte – Geburt gut überstanden. Mutter und Kind, Hebamme und Oma (das bin dann wohl ich, wie die Tochter mir bescheinigte…) wohlauf. Und die drei mitgegebenen, geheimen Wünsche müssen natürlich top secret bleiben. Aber Belle sei verschwiegen, meint ihre zufriedene Bären-Mama.

A propos zufrieden, an dieser Stelle eine Anmerkung über die Qualität der Kuscheltiere: Gleich zu Beginn fiel mir auf, dass die Kuscheltierhüllen, und auch das Füllmaterial sowie die Kleider, völlig geruchsfrei sind. Auch die Verarbeitung, insbesondere die Qualität der Nähte, ist hochwertig. Natürlich sollte man das für den Preis von durchschnittlich 25 Euro pro Tier auch erwarten können. Aber umso schöner, wenn Erwartungen erfüllt werden und wir Eltern wirklich das Gefühl haben, dass die Tiere lange halten und vor Gebrauch nicht erst in die Waschmaschine gesteckt werden oder wochenlang auslüften müssen. Was uns auch gut gefällt ist, dass die Kuscheltiere groß und das Füllmaterial relativ schwer ist. So haben die Kinder tatsächlich etwas in der Hand. Hand legte dann auch die Tochter an, denn Belle wurde anziehfertig gemacht und ausgiebig gebürstet.

Bezüglich der Kleider gab es eine große Auswahl an verschiedenen Anziehsachen: Unterwäsche, Röcke, Kleidchen, Hosen und Pullover, Anzüge, Accessoires und Schuhe. Belle erhielt, passend zum Fell, ein goldenes Kleid, weiße Unterwäsche und weiße Schuhe. Als Gianna gemeinsam mit der Tochter die Geburtsurkunde ausstellte, gab es eine Überraschung: Belle wurde spontan umgetauft. Nun heißt sie Nina, wiegt 376 Gramm und ist 39 Zentimeter groß. Für den Weg nach Hause erhielt Nina ihr eigenes Heim in Form eines schönen Pappkartons mit Löchern für die Arme. Nach einem herzlichen Abschied von Ninas Geburtshelferin Gianna, zogen wir zufrieden von dannen. Und ich gebe zu: Auch für mich, die sonst in Sachen Spielzeug eher rational ist und gern „zweckmäßig“ schenkt bzw. einkauft, war der Besuch bei BUILD-A-BEAR eine richtig nette Abwechslung. Für die Tochter war dieser einstündige Workshop natürlich sowieso ein Highlight, da die Idee, auf der das BUILD-A-BEAR-Konzept fußt, außergewöhnlich und die Durchführung so kinderfreundlich ist.

Zu Hause angekommen, wurde gleich der bis dato verschmähte Puppenwagen aus dem Keller geholt und Nina weich gebettet. Irgendwie hat die Tochter sofort einen besonderen Bezug zu ihrer Nina entwickelt und erfreut sich sehr an ihrem neuen Schützling – wahrscheinlich, weil sie den spannenden Entstehungsprozess so intensiv begleiten und mitgestalten konnte und die kleinen Extras, wie beispielsweise das Aktivieren des Herzschlags oder die Geburtsurkunde, den ganzen Workshop sehr lebendig gestalteten. Unser Fazit: Am Anfang konnten wir uns gar nicht so richtig vorstellen, wie unser Besuch bei BUILD-A-BEAR ablaufen bzw. ob der Workshop vielleicht zu kommerziell für uns sein würde. Aber wir hatten eine wirklich tolle Zeit und alles war perfekt und liebevoll organisiert, so dass natürlich sofort die Frage im Raum stand, wann wir denn das nächste Kuscheltier zum Leben erwecken können.

Abschließend noch eine Preisinfo: Die Kuscheltiere liegen preislich bei durchschnittlich 25 Euro. Man ist natürlich nicht verpflichtet, Zusatzfunktionen oder Kleider zu kaufen, sondern könnte es auch beim Auswählen und Befüllen eines Kuscheltiers belassen. Die Zusatzfunktionen, wie der Duft, der Herzschlag oder die Stimme, kosten im Schnitt um die sechs Euro pro Stück. Die Kleider liegen bei zehn bis zwanzig Euro pro Kleidungsstück. Am besten spricht man vorher mit seinem Kind durch, welche zusätzlichen Ausstattungsmöglichkeiten es gibt und legt fest, was das Kind sich alles aussuchen darf. Gianna hat mich bei unserem Besuch gleich zu Beginn gefragt, ob wir überhaupt Zusatzfunktionen kaufen möchten, was ich als besonders angenehm und kundenfreundlich empfunden habe. Insgesamt war unser Ausflug zu BUILD-A-BEAR ein voller Erfolg und wir können dieses Erlebnis sehr empfehlen.

Hier geht es zur Website von BUILD-A-BEAR und hier zum Storefinder in Eurer Nähe.

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