Sarah (17): „Einmal die Niagara-Fälle sehen!“


In der Rubrik Ländle-Zukunft stellen wir Euch junge Menschen vor, die von ihren Interessen, Zukunftsplänen, Wünschen und Träumen erzählen. Heute im Interview: Sarah (17) aus Freiburg.

Wo ich in fünf Jahren stehen werde?
Das ist eine gute Frage. Ich bin momentan noch nicht entschlossen, ob ich nach dem Abitur eine Ausbildung machen soll oder ein Studium beginnen werde. Eigentlich habe ich vom theoretischen Lernen gerade erst einmal genug. Ich möchte anpacken, möchte in die Praxis gehen. Mich interessieren landwirtschaftliche Berufe, da ich in einem Betrieb für Milchwirtschaft groß geworden bin. Allerdings habe ich am Beispiel meiner Eltern gesehen, wie wenig Freizeit bleibt, wenn man die Verantwortung für einen eigenen Hof und die vielen Tiere trägt. Andererseits kann ich es mir nicht vorstellen, im Büro zu sitzen. Ich brauche Bewegung, frische Luft und möchte auch körperlich aktiv arbeiten.

In meiner Freizeit mache ich gern Musik. Ich spiele Schlagzeug, Trompete und Saxophon. An der Schule haben wir eine Theater-AG, an der ich seit vielen Jahren intensiv mitwirke. Das wäre mein zweiter großer Berufswunsch: Mich als Sängerin und Schauspielerin ausbilden zu lassen. Doch der Druck ist groß und auf den wirklich guten Schauspielschulen werden immer nur eine Handvoll Bewerber angenommen. Doch egal wohin die Reise geht, ich habe im Gefühl, dass ich meinen Weg machen werde.

Was ich mir eher nicht vorstellen könnte…
…wäre, Deutschland zu verlassen. Ich bin ländlich aufgewachsen und fand das nie langweilig. Meine Eltern mussten zwar immer viel arbeiten, aber so habe ich schon früh gelernt, Verantwortung für meine Aufgaben zu übernehmen. Ich hatte immer gute Noten in der Schule und es war für mich nie ein Problem, zu lernen. Meine Eltern sind sehr liberal. In manchen Dingen bin ich konservativ erzogen worden, aber es gab nie den Druck, dass ich Abitur machen oder irgendwann einmal unseren Hof übernehmen muss. Meine Eltern möchten, dass ich glücklich werde und mich aufgrund meiner persönlichen Fähigkeiten entfalten kann. Das weiß ich sehr zu schätzen.

Ich habe drei jüngere Geschwister und hätte selbst einmal gern eine große Familie. Ich liebe Kinder und kann gut mit ihnen umgehen. Schön an einer großen Familie finde ich, dass jeder für den anderen da ist. Man unterstützt sich gegenseitig und kann auf einander zählen.

Wie ich mich nach dem Abi-Stress belohnen werde?
Ich werde mit einer Freundin nach Amerika fliegen. Verwandtschaft von mir lebt in den USA und im vergangenen Jahr durfte ich für drei Wochen mit meiner Schwester an die Ostküste fliegen. Das war mein erster großer Urlaub. Mein absoluter Traum wäre es, einmal die Niagara-Fälle zu sehen. Und New York vom Empire State Building aus zu überblicken. Aber bis dahin muss ich noch ein paar Klausuren schreiben und das Abi überstehen. Aber da ich mit guten Noten gestartet bin, mache ich mir da einfach mal keine Sorgen. Das wird schon alles hinhauen.

Vielen Dank für dieses Gespräch, liebe Sarah!

Wenn Ihr zwischen 15 und 20 Jahre alt seid und für die Rubrik Ländle-Kids interviewt werden möchtet, dann schreibt uns gern eine Nachricht.

 

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