„Sicher drüber“ – Präventions-Kampagne der Deutschen Bahn


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Bereits vor einigen Monaten haben wir hier auf dem Blog über eine Präventionskamapagne der Deutschen Bahn zum Thema keine Selfies auf Bahngleisen berichtet. Heute möchten wir Euch auf die DB-Kampagne „Sicher drüber“ aufmerksam machen. Mit der Botschaft „Bitte verhalte Dich nicht leichtsinnig am Bahnübergang!“ möchte die Bahn vorwiegend Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen, um über das richtige Verhalten an Bahnübergängen zu  informieren.

Erfreulicherweise hat sich die Zahl der Unfälle an Bahnübergängen in den letzten 15 Jahren halbiert (von 294 auf 140 Unfälle – Quelle: Deutsche Bahn). Und doch kommt es immer wieder vor, dass Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger, häufig sogar trotz abgesenkter Bahnschranken, noch schnell die Gleise überqueren und sich dadurch in Lebensgefahr begeben. Dabei lässt sich ein Bahnübergang kaum übersehen, denn er wird stets mit speziellen Verkehrsschildern angekündigt, egal ob er beschrankt oder unbeschrankt ist. Der Abstand zum Bahnübergang ist durch Baken gekennzeichnet. Sie stehen in 240 Meter (3 Streifen), 160 Meter (2 Streifen) und 80 Meter (1 Streifen) Entfernung – oft in Verbindung mit Schildern zur Begrenzung der Geschwindigkeit. Ein weiterer Tipp der Deutschen Bahn: An Bahnübergängen immer die Kopfhörer abnehmen bzw. das Radio leiser drehen, denn nur so können akustische Signale der Übergangsanlage oder der Züge gehört werden. Jedem Bahnübergang sollte man sich langsam und bremsbereit nähern.

Das sogenannte Andreaskreuz steht unmittelbar vor dem Bahnübergang und zeigt an, dass stets der Zug absolute Vorfahrt hat – egal ob an großen Straßen oder kleinen Fuß-, Feld-, Wald- oder Radwegen. Auch an unbeschrankten Bahnübergängen sollte deshalb immer angehalten werden, um die Strecke in beide Richtungen sicher einsehen zu können. Das gilt für Autofahrer genauso wie für Fußgänger oder Fahrradfahrer. Bei geöffneten Schranken sollten die Verkehrsteilnehmer ein Augenmerk auf die Lichtanlage haben. Bei rotem oder gelben (Blink-)Licht sollte man immer stehen bleiben, auch wenn die Schranken oben sind. Geschlossene Schranken werden niemals umfahren oder überklettert, denn das ist lebensgefährlich. Bleibt ein Fahrzeug auf dem Bahnübergang stehen, sollten die Insassen das Auto sofort verlassen und die 112 anrufen.

Sollte ein Verkehrsteilnehmer einmal bezüglich der Schilder unsicher sein gilt: Lieber einmal zu viel anhalten als zu wenig. Auch wenn eine Strecke einsehbar scheint, ist es besser, sich drei Sekunden mehr Zeit zu nehmen, um nochmals nach links und rechts zu schauen. Denn viele ICEs durchfahren Bahnhöfe oder Gleisanlagen mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde. Und selbst bei Tempo 100 kommt ein Zug nach dem Einleiten einer sogenannten Gefahrenbremsung erst nach rund 1.000 Metern zum Stehen. Zudem sind moderne Züge mittlerweile sehr leise und in der Regel erst spät zu hören. Immer wieder werden deshalb die Forderungen nach Zäunen laut. Ein Streckennetz von über 33.000 Kilometern lässt sich allerdings nicht so einfach einzäunen und auch Rettungskräften oder Reinigungspersonal muss ein freier Zugang zu den Gleisen möglich sein. So ist es an den Verkehrsteilnehmern, sich richtig an Bahnübergängen zu verhalten und auch Kinder frühzeitig auf die Gefahren und das richtige Verhalten am Bahnübergang aufmerksam zu machen.

Mehr Infos über die aktuelle Präventionskampagne der Deutschen Bahn erhaltet Ihr hier.
Sehr eindrücklich finde ich den Spot zum Thema richtiges Verhalten am Bahnübergang:

 

 

 

 

 

 

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