Hip hip hooray, it´s fathers day


Neulich gab es auf dem Spielplatz ein Gespräch zwischen drei Mamas. Zwei der Mütter tauschten sich über ihre Familiensituation bzw. über ihre Männer aus. Diese seien viel im Büro, wenig Zeit für die Kinder, häufig keine Lust auf Unternehmungen, außer auf den Bolzplatz gehen. Die dritte Mama hielt sich zurück und warf irgendwann trocken ein: „Aber immerhin habt Ihr einen Vater für eure Kinder, ich bin allein mit meinen drei Mädels.“ Uff. Das Argument entkräftete natürlich vieles. Und regte zum Nachdenken an. Denn ist es nicht tatsächlich so, dass wir manchmal auf hohem Niveau jammern?

Natürlich sind wir Mamas häufig anders in die Kinderbetreuung und -erziehung und in Haushaltsaufgaben eingebunden, als die Papas. Auch wir gehen arbeiten und versuchen, jeden Tag aufs Neue den Spagat zwischen Job und Familie hinzubekommen, was nicht einfach ist. Dennoch dürfen wir nicht aus den Augen verlieren, was die Väter leisten. Allein die Umstellung vom Paar- auf den Elternmodus, wenn das erste Kind geboren und aus der Zweisamkeit eine Dreisamkeit wurde, bedeutet nicht nur für uns Frauen eine enorme Umstellung. Die Männer müssen oft ganz schön zurückstecken und die Ansprüche an sie sind, vor allem von der Gesellschaft, nicht gering: Sie sollen ein liebevoller, aktiver Vater sein, Karriere machen, Hausmann und Handwerker in einem sein … dabei vielleicht sogar noch gut aussehen und ein toller Ehemann sein. Zugegeben, manchmal scheinen es die Männer tatsächlich leichter zu haben. Da wird ein Vater bei den Kollegen als emanzipiert angesehen, wenn er das Meeting um 16.30 Uhr mit den Worten beendet: „Heute Nachmittag ist noch Familienzeit angesagt, ich muss los.“ Wow, denken die Kollegen. Toller moderner Mann! Müssen wir Frauen pünktlich gehen, ruft das häufig hochgezogene Augenbrauen hervor: „Ach, Sie müssen schon weg?“

Glücklicherweise haben wir in unserem privaten Rahmen die Chance, es besser hinzubekommen mit der Rollenverteilung und Gleichberechtigung – losgelöst von gesellschaftlichen „Vorbildern“. Natürlich klappt das mit der gleichberechtigten Rollenverteilung mal besser und mal schlechter und an manchen Tagen gar nicht – dann rumpelt es gewaltig im harmonischen Familiengefüge und jeder ist vom anderen genervt. Gut zu wissen, dass das allen so geht. Und dass es am nächsten Tag nur besser werden kann. Nobody is perfect.

Danke liebe Papas, Ihr leistet enorm viel! Lasst Euch feiern!

+ Keine Kommentare vorhanden

Kommentar verfassen