Die Zwiebel – Das besondere Heilmittel


Ich gebe zu: Außer am Salat mache ich um Zwiebeln meist einen weiten Bogen. Das änderte sich, als unsere Tochter unter ihren ersten Ohrenschmerzen litt.

Ran an die Zwiebel

„Hast Du denn keine Zwiebeln im Haus?“, wunderte sich meine Oma. Schnell schälte und hackte ich nach ihren Anweisungen eine halbe Küchenzwiebel klein und füllte den Inhalt in einen Seidenstrumpf, den ich oben zuknotete. Dieses Zwiebelsäckchen, über Wasserdampf moderat erwärmt, legte ich meiner Tochter jeweils für 15 Minuten auf jedes Ohr. „Damit die Zwiebel die Entzündung herausziehen kann.“, so Oma. Nun ja. Das Kind wurde nach einigen Tagen wieder gesund und sicherlich wäre das auch ohne Zwiebel geschehen. Einen Tag später wurde ich selbst krank – war ja klar. Natürlich mit Ohrenschmerzen. Unter denen hatte ich das letzte Mal als 8-jährige gelitten. Also wieder ran an die Zwiebel – in der Not tut man ja fast alles, um schnell wieder fit zu werden. Dann erlebte ich eine große Überraschung: Nach wenigen Minuten hatte ich das Gefühl, dass mein Ohr durch das Auflegen des Zwiebelsäckchens beruhigt und fast ein wenig gekühlt wurde (ich hatte die Zwiebeln diesmal nicht erwärmt). Und es fühlte sich tatsächlich so an, als würde der Schmerz „herausgezogen“ werden. Eigentlich kein Wunder, wenn man bedenkt, wie einem die Tränen aus den Augen gelockt werden, wenn man Zwiebeln für einen Salat oder fürs Kochen schneidet.

Ein besonderes Heilmittel

Nun begann mich die Zwiebel zu interessieren und ich erfuhr mittels Internet einiges über sie. Beispielsweise, dass die Zwiebel vor Heilkräften nur so strotzt. Sie lindert Entzündungen aller Art, wirkt antibakteriell, regt Magen und Verdauung an, senkt den Blutzucker und stärkt das Herz. Die Zwiebel enthält Vitamin C, Jod, Gerbstoffe, Zink und viele weitere Inhaltsstoffe. Empfohlen wird sie nicht nur zur Linderung von Ohrenschmerzen. Auch bei Insektenstichen soll die Zwiebel angeblich mehr als nützlich sein. Beim nächsten Mückenstich probierte ich es aus und war begeistert: Der Stich juckte nach dem Einreiben mit einer Zwiebelhälfte nach wenigen Minuten kaum noch und wurde auch nicht dick. Im Heilkräuterlexikon las ich, dass Zwiebelsaft zum Einreiben bei Haarausfall und Rheuma, erwärmte Zwiebelscheiben in einem Wickel bei Halsschmerzen und Zwiebelsirup gegen Husten und Verschleimungen helfen. Auch Herpes soll gegen die Zwiebel kaum eine Chance haben. Wow!

Von Kindern akzeptiert

Noch immer ist Zwiebelgemüse, wobei es gesund ist, nicht ganz mein Fall. Aber als heilender Helfer hat mich die Zwiebel absolut überzeugt. Meine Befürchtungen, dass meine Tochter die Zwiebelsäckchen als „Stinkezeug“ ablehnen würde, blieben übrigens unbegründet. Im Gegenteil: Ich habe das Gefühl, dass das Prozedere des sich Kümmerns verbunden mit dem Auflegen des Zwiebelsäckchen die kleine Patientin auch gleich mental wieder etwas fitter werden lässt. Also liebe Mamas: Wagt Euch ran an die Zwiebel!

Hier findet Ihr mehr Infos zur Zwiebel und auch Video-Rezepte.

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