Berlin. Ebersbach.


Wir konnten durch unsere kleine Andacht im Zentrum von Ebersbach nichts ungeschehen machen. Aber es tat gut, zusammen zu stehen und einander zu stützen. Es tat gut, den Menschen in Berlin und anderswo auf der Welt zu zeigen: Wir denken an Euch. Wir stehen Euch zur Seite. Ihr seid nicht allein. Liebe ist stärker als Hass.

Gut 100 Menschen kamen am gestrigen Abend zu unserer spontanen Gedenkveranstaltung zusammen und nahmen sich, trotz vieler Erledigungen und Weihnachtseinkäufe, die Zeit, ein Zeichen der Solidarität zu setzen und öffentlich zu trauern.

Die Stadt Ebersbach hat unsere spontane Zusammenkunft ohne bürokratische Hindernisse ermöglicht, worüber wir uns sehr gefreut haben. Unglaublich viele Ebersbacher Bürger haben per Whatsapp und Facebook unseren Aufruf zur Andacht geteilt. Und alle waren da: Kinder und Eltern, Nachbarn und Freunde, Schüler und Ehrenamtliche, Mitarbeiter unserer Stadt, die Vertreter unserer Kirchen, der Imam unserer türkischen Gemeinde.

Wir haben gebetet, geschwiegen, gesungen und der Toten und Verletzten in Berlin gedacht. Wir haben getrauert und Kerzen entzündet, aber wir haben auch gelacht und Gespräche gesucht.

Vielen Dank an alle Menschen, die an der Andacht teilgenommen haben oder die in Gedanken bei uns und den Opfern in Berlin waren und die über die sozialen Netzwerke ihre Unterstützung angeboten haben. So unterschiedlich unsere Glaubensüberzeugungen, Traditionen und Hintergründe sein mögen – am gestrigen Abend haben sie keine Rolle gespielt.

 

Fotos: Kraft Schumann

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