Eine neue App startet durch: „Kinder lernen Töne der Welt“


Freitagnachmittag, der Stau quält sich über die A3 Richtung Köln. Über zwei Stunden Autofahrt liegen bereits hinter mir und meiner damals knapp dreijährigen Tochter. Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht weiß: Es werden noch drei weitere Stunden auf uns zu kommen. Irgendwo auf der A57 zwischen Neuss und Krefeld werfe ich all meine Vorsätze bezüglich einer medienfreie Erziehung in den ersten Lebensjahren über Bord: Das IPad wandert nach hinten und „Maus und Elefant“ halten den quengelnden Nachwuchs in Schach.

Damals habe ich gelernt: Es gibt sie, diese Ausnahmesituationen, in denen ich meine Prinzipien über Bord werfe. Und dann, genau dann, brauche ich was „G´scheits“, wie man hier im Ländle sagen würde. Vorsätze hin oder her.

Den Gedanken, etwas Gescheites zu schaffen, hatten auch die drei Familienväter Jan, Frédéric und Christian von DZ-Media in Essen. Denn nachdem sie den Markt für „kindgerechte Apps“ gemeinsam mit ihren Kids unter die Lupe genommen hatten, waren sie mehr als desillusioniert: schlechte Standards, hässliche Grafiken, seltsame Sounds, blechern klingende Sprecher, die Aufbereitung der Apps insgesamt in den seltensten Fällen kindertauglich, sondern völlig lieblos und ohne Erweiterungsfunktionen, häufig mit Werbung versehen. Außerdem sind die wenigsten Apps für Tablets zu haben. Selbst die Kinder hatten nach kurzer Zeit kein Interesse mehr, denn auch bekannte Serienhelden & Co. konnten nicht über die konzeptionslose Umsetzung der meisten Apps hinwegtäuschen.

Den drei Vätern war schnell klar: Genau hier müssen und wollen sie ansetzen. Und haben eine mobile App mit Lerneffekt entwickelt, die sinnhafte Inhalte hochwertig aufbereitet. „Kinder lernen: Töne der Welt“ heißt das erste Baby der geplanten App-Reihe „Kinder lernen: …“ der Essener Jungs und hebt sich angenehm vom Einheitsbrei in der bisherigen App-Landschaft ab: kindgerechte Themen, stimmige Grafiken, die Sprecherin ist kein quietschender Roboter sondern ebenfalls ein Kind, die Anzahl der Töne ist schon in der Gratis-Version groß und die App funktioniert auf allen mobilen Geräten, egal ob Tablet oder Smartphone, Apple oder Android. Die App ist gratis – bezahlen muss der Anwender nur, wenn er noch mehr Töne oder Inhalte haben möchte, wobei das Basis-Paket der Gratis-App schon mit tollen Tönen ausgestattet ist.

Aktuell geht die erste Ausgabe der Reihe „Kinder lernen: …“ an den Start: „Kinder lernen: Töne der Welt“. Einen kleinen Vorgeschmack auf die aktuelle Beta-Version findet Ihr hier. (Der kurze Vorschau-Film zeigt allerdings nicht alle Funktionen und Effekte, die die App beinhaltet.)

In „Kinder lernen: Töne der Welt“ entdecken die Kids verschiedene Klangwelten: Von Fahrzeugen und Musikinstrumenten bis hin zu Werkzeugen und wilden Tieren. Spielerisch werden den Kindern nicht nur die Töne, sondern auch das Aussehen und die Namen von Instrumenten, Tieren etc. vermittelt. Im Quiz-Modus kann das Erlernte spielerisch abgefragt werden.

Natürlich scheiden sich an dieser Stelle die Geister. Am Tablet lernen, wie eine Kuh muht, anstatt dies selbst auf dem Bauernhof zu erleben? Klingt auf den ersten Blick nicht sehr wirklichkeitsnah (Aber ganz ehrlich: Wer von uns hat schon ein ganzes Orchester zu Hause und kann dem Nachwuchs mal eben den Klang von Bratsche, Tuba und Co. vermitteln, ohne zum Smartphone zu greifen?)… Doch das Eine soll das Andere ja auch gar nicht ersetzen, sondern im Bedarfsfall höchstens ergänzen. Kinder sollen draußen spielen, sollen die Welt nicht am Bildschirm, sondern auf zwei Beinen und mit allen Sinnen entdecken, kennenlernen und begreifen. Begehrlichkeiten werden bei den Kleinsten aber allein schon durch die Tatsache geweckt, dass wir Eltern häufig das Smartphone oder Tablet in der Hand haben. Dadurch sind bereits die Kleinsten von IPhone und Co. magisch angezogen.

Aber selbst als es früher nur das gute alte Festnetztelefon (ja genau, das mit Wählscheibe, Hörer zum abnehmen und Kabel) gab, erinnere ich mich gut, dass ich im Kindergartenalter einen wahren Zwergenaufstand geprobt habe, bis ich endlich ein ausrangiertes dunkelgrünes Telefon mit surrender Wählscheibe mein Eigen nennen durfte. Ich will damit sagen: Die Faszination für Gegenstände, die Kommunikation und Technik miteinander verbinden, ist für Kinder jeder Generation ungebrochen groß. Ich selbst bin im Alltag für das wahre Leben und für eine allgemeine digitale Entschleunigung. Aber wenn es Apps gibt, die sicher, seriös und mit einem Bildung fördernden Hintergrund ausgestattet sind, finde ich das völlig in Ordnung. Wie viel Zeit und Präsenz man diesen digitalen Medien einräumt, das bleibt dann final allen Eltern selbst überlassen – ebenso wie das geeignete Einstiegsalter. „Kinder lernen: Töne der Welt“ ist auf jeden Fall so konzipiert, dass sowohl zweijährige Kids als auch Erstklässler ihre Freude an dieser mobilen App haben.

Christian Westhoff, Frédéric Pansch, Jan-Philip Ziebold

Mein Fazit: Die App „Kinder lernen: Töne der Welt“ finde ich wirklich schön aufbereitet und nett gestaltet. Und ich bin gespannt auf die Fortsetzungen, die folgen werden. Bis dahin freuen sich Jan, Frédéric und Christian über interessierte Beta-Tester, für die natürlich alle Sets gratis sind. Das bedeutet, dass Ihr die App kostenfrei testen und diese dauerhaft kostenfrei behalten könnt. Inklusive aller Updates. Den Gratis-Download wird es spätestens Ende Februar 2017 geben. Hier könnt Ihr Euch schon jetzt exklusiv registrieren lassen und werdet dann per E-Mail informiert, sobald die App im Netz zur Verfügung steht.

Viel Spaß beim Ausprobieren! Hinterlasst auch gern einen Kommentar, wie Euch die App gefällt oder sendet Euer Feedback an: kinderlernenapp@dz-media.de.

P.S. Weitere Empfehlungen zu den besten Apps für Kinder gibt es hier: www.bestekinderapps.de.

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